Wie macht man ein Begräbnis zu einem schönen Begräbnis?

Das ist die allmächtige Frage, um die es Priestern, Trauergästen, Hinterbliebenen, dem Bestatter, dem Trauerredner und ja selbst den Verstorbenen geht. Wäre es nicht schön, wenn es dazu ein Buch gäbe, wo eine einfache Anleitung drinnen steht, wie man das hinbekommt?


Für ein schönes Begräbnis gibt es aber tatsächlich ein Rezept und dieses verrate ich dir heute.

copyright-fotoshooting-wien.at Vielleicht hat dir mein Blog schon sozusagen „Gusto“ darauf gemacht, denn wir haben oft darüber gesprochen. Und hier ist schon der erste Schritt unseres Rezeptes.

Kochen tut man mit Herz und ein Begräbnis vorbereiten genauso.

Und Mama und Oma werden dir sicher sagen: „kochen tut man mit g’scheiten Reindln“. Also achte bitte auf die eingesetzten Kochutensilien und ihren Beitrag zum Gelingen!



Ein schönes Begräbnis: für 1-999 Personen

Vorbereitung: ein Leben lang

Zeit: 3 Tage bis 2 Wochen (zirka)

Aufwand: „ahnungslos“ - schwer, „mit Blog“ - anfängertauglich

Kochutensilien & Gerätschaften:

  • Frühzeitig sich Gedanken machen – darüber sprechen

  • Der Bestatter meines Vertrauens

  • Priester & Grabredner

  • Die perfekte Bestattungsform

  • Die richtige Grabstelle

  • Die notwendigen Dokumente

  • (eventuell) Trauerbegleitung


Zutaten:

  • (wenn möglich) Ein liebevoller/versöhnlicher Abschied

  • Liebevolle Erinnerungen

  • Schöne Erlebnisse

  • Wofür bin ich dankbar?

  • „Ich habe“ vs „Ich will“

  • Familie

  • Freunde

  • Die Zeremonie, der Ritus

  • Ein „persönlicher“ Nachruf

  • Etwas zum Nachdenken

  • Etwas zum Lachen

  • Ein Miteinander


Das Begräbnis vorbereiten

Man nehme Frühzeitig sich Gedanken machen und stelle dies im besten Fall schon Jahre vorher gemeinsam mit Familie bereit. Die besten Freunde sollte man nicht vergessen. Ein Löffel der Bestatter meines Vertrauens hilft beim Verbinden und späteren Gelingen. Tipp: darüber sprechen macht die Vorbereitung wesentlich leichter und gibt dem Rezept eine ganz persönliche Note. Die notwendigen Dokumente richtet man leicht findbar zeitgerecht her - der Bestatter des Vertrauens liegt zum Nachschlagen bereit.


Der Todesfall und das Gespräch beim Bestatter


Die vorbereiteten Gedanken werden nun mit dem Bestatter meines Vertrauens vermengt. Hierbei sollte man darauf achten, dass man selbst das Kneten der liebevollen Erinnerungen übernimmt und sich vom Bestatter meines Vertrauens mit der perfekten Bestattungsform helfen läßt.

Tipp: Ein liebevoller/versöhnlicher Abschied macht diese Schritte leichter. Für ein leichteres Verarbeiten der liebevollen Erinnerungen gib sie in einen Grabredner.



Entscheidungen, die es zu treffen gilt


Hat man die perfekte Bestattungsform, fügt man dieser die Zeremonie oder den Ritus hinzu. In diesem Fall können Familie und Freunde hilfreich sein. Aber Vorsicht, zu viele Köche verderben auch schon mal den Brei des Miteinander. Die richtige Grabstelle ist ein ruhiger Ort an dem dein Rezept in Ruhe gehen kann und du auch immer wieder vorbeischauen kannst.


Tipp: Nutze Trauerbegleitung (frühzeitig!) um neben deinen alltäglichen Arbeiten auch Zeit für dich zu haben.



Bereite dich auf das Begräbnis vor


Nun füge Priester und Grabredner hinzu. Durch sie geht die Zeremonie, der Ritus besonders gut auf. Du kannst beides einzeln oder alternativ gemischt hinzugeben. Vorbereiten tust du beides nach Anleitung. Dein bereitgestellter „persönlicher Nachruf“ wird nun vorsichtig untergehoben. Hierzu kannst du auch den Grabredner verwenden. Er wird besonders Freunde und Familie in das Rezept einbinden und zum Gelingen der Zeremonie beitragen.


Tipp: Wenn du in dieser Phase bereits „ich habe“ von „ich will“ trennst, wirst du leichter liebevolle Erinnerungen und schöne Erlebnisse mit Freunden, Famile und dem Grabredner teilen können. „Wofür bin ich dankbar?“, etwas zum Lachen und etwas zum Nachdenken geben dem Rezept Inhalt und Würze.



Der Tag des Begräbnisses


Serviere nun das Miteinander und teile mit Freunden und Familie. Genieße Ritus und Zeremonie am besten mit etwas zum Lachen und etwas zum Nachdenken. Der Grabredner oder Priester sollte hierzu auf Zimmertemperatur gebracht werden. Dein „persönlicher Nachruf“ kann zur Dekoration verwendet werden.


Tipp: Mache dies zu einem Grundrezept für ein schönes Erlebnis und eine Liebevolle Erinnerung. So ist es immer wieder verwendbar. Am besten teilt man es mit Freunden und Familie.




Tipp:

Kochen macht nur halb so viel Freude, wenn man keinen Hunger hat. Und mit „Hunger“ meine ich die Erwartungshaltung, die wir einem Begräbnis gegenüber haben. Denk daran, wie du dich als Kind gefühlt hast, als Mama dir gesagt hat: “heut gibt’s was Gesundes“. In deinem Kopf sind Brokkolirößchen, Karfiol oder Kohlsprossen umhergetanzt und auf einmal war der Hunger nicht mehr mit Freude verbunden.

Unsere Erwartungshaltung steuert also, wie sehr wir uns auf etwas freuen und auch wie gut, sorgsam und aufmerksam wir mit der Vorbereitung sind. Ein Begräbnis kann daher nicht das „Schönste“ werden, wenn wir es nicht „von Herzen“ dazu machen. Es wäre so, als hätte man dir als Kind gesagt: “kümmer du dich doch bitte um den Brokkoli – weißt eh, klein zuschneiden, dämpfen – wie sich’s g‘hört“.


Ich wünsche dir von Herzen GUTES GELINGEN!

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